Transferzentrum für Digitalisierung,
Analytics & Data Science Ulm

Suche

Pressemitteilung

Verborgene Datenschätze in Unternehmen heben

Uni Ulm und THU gründen Forschungszentrum für Data Science

Auch in kleinen und mittleren Unternehmen fallen oft riesige Datenmengen an. Jetzt unterstützen die Universität Ulm und die Technische Hochschule Ulm regionale Firmen dabei, verborgene „Datenschätze“ zu heben und mit einem Mehrwert für die Unternehmen intelligent zu nutzen. Dafür haben die multidisziplinär Forschenden beider Hochschulen, zusammen mit weiteren Partnern, das Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics und Data Science Ulm (DASU) gegründet.

Data Science: Chance und Herausforderung für regionale Unternehmen
Data Science: Chance und Herausforderung für regionale Unternehmen (Abbildung: Nicolas Herrbach, über THU)

Das Transferzentrum DASU unterstützt regionale Unternehmen bei der Wissens- und Wertschöpfung aus Daten - beispielsweise im Kontext Industrie 4.0
Das Transferzentrum DASU unterstützt regionale Unternehmen bei der Wissens- und Wertschöpfung aus Daten - beispielsweise im Kontext Industrie 4.0 (Symbolbild: Heiko Grandel)

In der digitalen Fabrik, der Logistik oder dem Dienstleistungssektor entstehen täglich wachsende Datenberge. Doch wie lassen sich daraus Informationen mit einem Mehrwert für Unternehmen gewinnen? Hilfe kommt vom Transferzentrum DASU, einer gemeinsamen Initiative der Hochschulpartner Universität Ulm und Technische Hochschule Ulm (THU). Dazu kommen die örtliche Industrie- und Handelskammer (IHK), die Stadt Ulm sowie regionale Partner aus der Wirtschaft. Denn mithilfe von Data Science, insbesondere mittels künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, können aus großen Datenmengen eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen, Entscheidungen und Geschäftsmodellen abgeleitet werden. Im Fall der digitalen Fabrik mit vernetzten Maschinen lassen sich mittels Data Science zum Beispiel Wartungsarbeiten vorhersehen oder die Material- und Warenflüsse im Betrieb optimieren.

Im Wettbewerb RegioWIN 2030 ist das DASU als „Leuchtturmprojekt“ prämiert worden. Infolgedessen wird der Aufbau des Transferzentrums in den kommenden sechs Jahren mit insgesamt 5,9 Millionen Euro unterstützt. Im Mittelpunkt des ausgezeichneten Konzepts stehen der Forschungstransfer in kleine und mittlere Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen sowie datenwissenschaftliche Beratungen. Hinzu kommen Schulungsangebote für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Bereichen Data Science, Data Analytics, Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz. Zur Erprobung, Demonstration und Visualisierung von anwendungsorientierten Lösungen soll in Ulm ein Digitalisierungslabor entstehen.

Dazu haben in einem ersten Schritt die THU und Uni Ulm das Forschungszentrum DASU aus der Taufe gehoben. Hier wollen die beiden Hochschulpartner öffentlich geförderte Forschungsprojekte sowie kooperative Promotionen im Bereich Data Science und Analytics durchführen. Synergien in der Lehre bestehen mit neu etablierten Masterstudiengängen wie „Künstliche Intelligenz“, „Intelligente Systeme“ und „Mathematical Data Science“ sowie Weiterbildungsangeboten der „School of Advanced Professional Studies“ (SAPS). „Der Einsatz datenwissenschaftlicher Methoden ist der Schlüssel zur digitalen Transformation. Im Transferzentrum DASU sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, diese Chance wissenschaftlich begleitet fundiert zu nutzen“, resümieren die DASU-Vorstandsmitglieder Professor Dr. Reinhold von Schwerin (THU), Professor Dr. Manfred Reichert und Professor Dr. Karsten Urban (beide Uni Ulm).